Der eigene Gemüsegarten - kann ich das auch?

Aktualisiert: 3. Nov. 2019


Ernte im August



Als wir vor 2 Jahren nach Innsbruck gezogen sind, hatten viele in unserem Freundeskreis ein eigenes Feld mit Bio Gemüse! Wir waren davon super beeindruckt, fast ein bisschen ehrfürchtig, wie viel sie wohl über Gemüse-Anbau wissen müssen, um so viel tolles Gemüse ernten zu können.


Wir wollten es aber selber ausprobieren und so haben wir gleich im nächsten Jahr unser 40 Quadratmeter großes Feld beim Tiroler Gemeinschaftsgarten gemietet. Das beruhigende für uns Anfängerinnen war, dass bereits 20 Gemüsesorten bei der Übergabe im Mai vorgepflanzt sind. Trotzdem kamen am Anfang Zweifel auf, ob aus diesen Mini-Pflänzchen je Gemüse wachsen würde. Den ersten Monat passierte so gut wie gar nichts und wir waren uns sicher, dass wir alles falsch machen und nie Gemüse ernten werden. Als wir dann 2 Wochen später aus dem Urlaub wieder kamen, konnten wir unseren Augen nicht trauen, denn die Pflanzen waren mindestens 3-mal so groß und wir konnten schon Kresse und Spinat ernten! Danach ging es explosionsartig so weiter und wir hatten (wie uns jeder prophezeit hatte) mehr Gemüse als wir essen konnten und begannen bald, es an Freunde zu verschenken.




Feld bei der Übergaben im Mai

und hier ein paar Monate später!

Nun haben wir das Feld bereits die 2. Saison und können uns nichts anderes mehr vorstellen. Das Bio-Gemüse schmeckt phänomenal und für eine vegane abwechslungsreiche Ernährung mit regionalen und saisonalen Produkten gibt es nichts besseres. Nun werden wir von Saison zu Saison besser, haben langsam einen Überblick über den Erntekalender und wann was gepflanzt werden kann, bzw. welche Pflanzen gute Nachbarn sind und welche sich eher nicht mögen.


Für alle, die wie wir wert auf einen nachhaltigen Lebensstil legen und ihr Gemüse nicht in Plastik verpackt im Supermarkt kaufen möchten, können wir einen eigenen Gemüsegarten sehr ans Herz legen. Informiert euch, ob es bei euch in der Nähe ein ähnliches Angebot gibt!




Hier ein paar Tips für den Anfang:


- Sucht euch Freunde für einen gemeinsamen Gemüsegarten. Es macht viel mehr Spaß und so kann man sich auch abwechseln, wenn mal jemand in den Urlaub fährt. Außerdem werdet ihr viel Gemüse von einer Sorte auf einmal haben und glaubt uns: Auch die beste Kresse wird nach einer Woche am Stück zu viel...




- Unkraut jäten von Anfang an! Die meiste Arbeit auf einem eigenen Bio-Feld macht nicht etwas das Gemüse, sondern das Unkraut! Das wichtigste ist, dieses regelmäßig zu jäten, damit es nicht zu groß wird und euren Pflänzchen die Sonne und die Nährstoffe weg nimmt.


- Nicht zu viel gießen! Einer der größten Fehler ist es, die Pflanzen zu viel zu gießen. Dann bilden sie zu schwache Wurzeln aus und können bei starkem Wind heraus gerissen werden. Die frisch gepflanzten Jungpflanzen sollten etwa die ersten 3 Tage gegossen werden und dann nur, wenn es sehr lange Zeit nicht regnet.



Das sind erst einmal ein paar Tips für den Anfang, die Garten-Saison neigt sich nun langsam dem Ende. Wir hoffen, dass wir euch mit diesem Beitrag motivieren konnten und dass nächste Saison vielleicht ein paar mehr Bio-GärtnerInnen unterwegs sind.




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